0909 Artikel

Erstellt 09.09
Beim Schlendern durch die Gassen und Hutongs von Peking hebt die Reisefotografie-Spezialistin Wang Huan von Jingmei An'an Gesellschaft scheinbar beiläufig die Kamera, während sie mit Kunden plaudert und lacht. Mit dem klaren Auslösegeräusch wird das Bild eingefangen – lebendige Mädchen mit Blumenschmuck im Haar und die elegante, alte Hutongs-Gasse bilden eine malerische Szenerie.
Reisefotograf macht für ein Mädchen mit Blumenhaarschmuck in einer Pekinger Huton ein Foto im Peking-Stil
„Auswärtige Kunden kennen sich hier nicht aus – ich bin sowohl Fotograf als auch Reiseführer“, sagt Wang Huan. Immer mehr Reisende bevorzugen immersive Erlebnisse statt nur Sehenswürdigkeiten im Stil von ‚Ich war auch da‘ abzuhaken.
„Ich möchte ein paar außergewöhnliche Fotos mit Peking-Flair“, äußert ein auswärtiger Tourist seinen Wunsch. Wang Huan hat eine spontane Idee: Sie scannt zwei Leihfahrräder und führt die Touristen in die alten Hutongs, wobei sie während der Fahrt fotografiert. Es gibt keine feste Route – stattdessen wird flexibel nach den Wünschen der Kunden geplant, wodurch viele amüsante Momente festgehalten werden.
Wang Huan kennt nicht nur die beliebtesten Fotospots in Peking auswendig, sondern weiß auch mühelos über historische Anekdoten und Berühmtheiten der Drehorte Bescheid.
Vor dem Roten Gebäude der Peking-Universität, das aus roten Ziegeln erbaut und mit roten Ziegeln gedeckt ist, posieren oft junge Menschen in Sun-Yat-sen-Anzügen. Jedes Mal, wenn sie hier fotografiert, führt Wang Huan die Touristen durch die Geschichte der Bewegung vom 4. Mai. Beim Besuch alteingesessener Restaurants in den tiefen Hutongs wird der Acht-Ecken-Tisch zu Wang Huans Kulisse: Bei jedem Gang macht sie Fotos und erzählt den Touristen Anekdoten über Pekinger Köstlichkeiten wie Lu Zhu (Gekochte Innereien) und Chao Gan (Gebratene Leber) …
Tourist in Mao-Anzug lässt sich vor dem Roten Turm der Peking-Universität für ein Reisefoto ablichten
Ein Reisefotografie-Spezialist ist wie ein kultureller ‚Übersetzer‘ einer Stadt, der den Verbrauchern auf der Reise sowohl ‚schöne Fotos‘ als auch ‚wunderbare Erlebnisse‘ bietet. Von ‚ein paar Fotos machen‘ bis hin zu ‚eine Reise individuell gestalten‘ – das belebt den neuen Konsum im Kultur- und Tourismusbereich. Im Jahr 2024 überstieg die Zahl der Reisefotografie-Konsumenten in China 25 Millionen, und das Marktvolumen näherte sich 40 Milliarden Yuan.
Reisefotografen werden zu kulturellen Übersetzern der Stadt und fördern neuen Konsum im Tourismus
Der Aufschwung des ‚Reisefotografie-Booms‘ wird von mehreren Faktoren gemeinsam beeinflusst.
Im Büro von Tan Tan, der Vorsitzenden von Jingmei An'an Gesellschaft, hängt an der Wand ein altes Foto von vor etwa 20 Jahren. Damals war sie noch ein schmächtiges junges Mädchen, doch auf ihren Schultern trug sie eine schwere Kamera.
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